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RolandGiersig

Manche verstehen nicht, worum es bei WikiLeaks geht...

Mal angenommen, ich schreibe einen Blog-Artikel, der auf einer Analogie beruht, habe aber ein wesentliches Detail übersehen. Macht dann der morsche Baumstamm Lärm, während er umfällt und hunderte süßer Waldbewohner unter sich begräbt?

Ja, es gibt Daten und Informationen, die sind privat. Die sollen, nein, müssen geschützt werden. Keine Diskussion. Dinge, die nur zwei Menschen angehen, sollen unter ihnen bleiben.

Aber dann gibt es Informationen, die essenziell für das Wohlergehen vieler sind. Wenn zwei Entscheidungsträger miteinander reden, wie sie ihre Macht künftig einsetzen wollen, dann sollte das, nein, dann MUSS dass öffentlich sein. Denn Macht braucht Kontrolle.

Was passieren kann, wenn mächtige Leute Geheimnisse haben, ist in der Geschichte ausreichend dokumentiert. Welches tiefe persönliche Leid durch die falschen Geheimnisse entstehen kann, das zeigen die Fritzls und Priklopils dieser Welt eindrucksvoll.

Das alles muss sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. Was aber klar ist: um je weiter "oben" es geht, desto wichtiger ist Offenheit.

Ja, es ist einfacher, den Kopf tief in den Boden zu stecken und zu lamentieren, "Ich will davon nichts wissen!". Dann allerdings viel Spaß bei der Suche nach einer alternativen Realität, in dieser Realität ist das eine gefährliche Strategie...

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Schweinderl